Anna ‎(unknown)‎  ‎(I86)‎
Given Names: Anna
Married Name: Anna Baar

Gender: FemaleFemale
      

Birth: about 1910
Death: Yes
Personal Facts and Details
Birth Birth about 1910

Note: geschätzt
Marriage Marriage Robert Baar - 27 January 1940 ‎(Age 30)‎
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3 called from line 1295 of file individual_ctrl.php in function getTab
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Ketzelsdorf, Zwittau, Schönhengstgau, Tschechien
Latitude: N49.766667 Longitude: E16.55 Mapquest © Google Maps © Multimap © TerraServer ©

Residence Residence 1945 ‎(Age 35)‎
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2 called from line 1406 of file individual_ctrl.php in function print_facts_tab
3 called from line 1295 of file individual_ctrl.php in function getTab
4 called from line 453 of file individual.php
Ketzelsdorf, Zwittau, Schönhengstgau, Tschechien
Latitude: N49.766667 Longitude: E16.55 Mapquest © Google Maps © Multimap © TerraServer ©

Residence Residence 1946 ‎(Age 36)‎ Hilpoltstein, Kreis Roth, Bayern, Deutschland

Address:
91161 Hilpoltstein, Heindlhof ‎(bei Zereshof)‎



Hide Details Note: Heindelhof , den 10.12.1946

Liebe Schwägerin Rosa!

Endlich sind wir in unserer neuen Heimat gelandet und so sende ich dir, deine Schwägerin Anni, die herrlichsten Grüße von hier. Wie du am Absender ersiehst sind wir in Niederbayern in der Nähe von Nürnberg. Hier ist nicht viel los. Fabriken gibt es keine, nur für die Kost beim Bauern arbeiten, das ist die einzige Möglichkeit. Ich selbst arbeite auch hier beim Bauern, Hermine hab ich bei mir. Es ist ein ganz guter Posten. Zu essen gibt es genug und Arbeit auch, nur ist es der Kleinen ein wenig bange, wenn ich aufs Feld muss. Zu Hause hatte sie immer eigene Leute um sich und hier die komische Kleidung, alles geht schwarz, und die Sprache ganz anders wie bei uns und sie ist allein unter den Fremden Leuten. Ich bin aus unserem Dorf nur alleine hier, im Nachbardorf ist meine Schwester. Deli ‎(?)‎, Vater und Elsa und den zwei kleinen Geschwistern sind wieder in einer anderen Richtung, weiß nicht genau die Entfernung, ein Zusammenkommen ist schwierig, weil sie auch arbeiten müssen, sind in einer Mühle untergebracht.
Und wie geht es dir, liebe Schwägerin, hast du deinen Mann schon zu Hause? Den habe ich beim Rückzug kennengelernt. Er machte durch Ketzelsdorf mit Wagen und Pferden, hat mich der Schwiegervater verständigt, hab ich vielleicht eine Stunde mit ihm gesprochen. Zwei Tage später kamen schon die Russen und mit ihnen all das Schreckliche.
Nicht wahr, Rosa! Du wirst bös' sein, dass ich nicht schon früher geschrieben hab'. Ich hab' Anschrift nicht gewusst. Zum Glück bekam ich wenige Tage bevor wir weg mussten den ersten Brief vom Robert mit deiner Anschrift. Er schrieb auch, warum ich dir nicht schreibe, wir haben uns früher zu wenig geschrieben, dass ich die Adresse auswendig gewusst und die Briefe sind in dem Rummel verloren gegangen. Dann dachte ich, lass ich's bis ich die neue Anschrift hab'. Hätte ja nicht geglaubt, so lange dauern wird. Am 8.10. sind wir von zu Hause weggemacht, waren wir drei Wochen in der Cechei im Lager bei Schweinefutter. Am 3.11. kamen wir in Deutschland ins Lager, da war es gleich ganz anders und am 25.11. hierher zum Bauern. Hab schon dem Robert zwei Briefe geschickt, auf Antwort werde ich wohl lange warten können. In dem ersten hat er nicht viel geschrieben, da hat er noch keine Post von mir gehabt, war er ganz verzweifelt. Was hat er dir geschrieben? Schreib mir bitte recht bald Antwort. Ich lebe wie ein Einsiedler, keine Post von niemanden und hier bekommt man kein Schreibzeug, dass unsereiner fest schreiben könnte. Deine Eltern sind schon voriges Jahr im Juni rausgejagt worden, befinden sich bei Herzberg ‎(Sachsen)‎, sind alle beide so halbwegs gesund. Genaue Anschrift weiß ich noch nicht, muss sie erst durch unseren Herrn Pfarrer erkundigen lassen. Somit hätte ich dir das Wichtigste geschrieben, will für heute schließen und verbleibe
mit den besten Grüßen an Dich und Deine Angehörigen Deine Schwägerin Anni

Abs. Anna Baar bei Knollmayer, Heindelhof ‎(13a ?)‎ / Post Weinsfeld über Roth bei Nürnberg / Germany

Brief Baar Anna 1946 ‎(1/2)‎Brief Baar Anna 1946 ‎(1/2)‎

Hide Details Note: Seite 1 und 4 des Briefs:
Seite 1:
Heindelhof, den 10.12.46
Liebe Schwägerin Rosa!
Endlich sind wir in unserer neuen
Heimat gelandet und so sende ich dir,
deine Schwägerin Anni, die herrlichsten
Grüße von hier. Wie du am Absender
ersiehst sind wir in nieder Bayern, in
der Nähe von Nürnberg. Hier ist nicht viel
los. Fabriken gibt es keine, nur für
die Kost beim Bauern arbeiten, das ist
die einzige Möglichkeit. Ich selbst arbeite
auch hier beim Bauern, Hermine hab ich
bei mir. Es ist ein ganz guter Posten. Zu essen
gibt es genug und Arbeit auch, nur ist es
der Kleinen ein wenig bange, wenn ich
aufs Feld muss. Zu Hause hatte sie
immer eigene Leute um sich und hier
die komische Kleidung, alles geht Schwarz,
und die Sprache ganz anders wie bei
uns und sie ist allein unter den Fremden
Leuten. Ich bin aus unserem Dorf nur
alleine hier, im nachbardorf ist meine Schwester

Seite 4:
Post von mir gehabt, war er ganz
verzweifelt. Was hat er dir geschrieben?
Schreib mir bitte rechtbald Antwort.
Ich lebe wie ein Einsiedler, keine
Post von niemanden und hier bekommt
man kein schreibzeug, dass unser-
einer fest schreiben könnte. Deine Eltern
sind schon voriges Jahr im Juni
rausgejagt worden, befinden sich
bei Herzberg ‎(Sachsen)‎, sind alle beide so
halbwegs gesund. Genaue Anschrift
weis ich noch nicht, muss sie erst
durch unseren Herrn Pfarrer erkun-
digen lassen. Somit hätte ich dir
das wichtigste geschrieben, will für
heute schließen und verbleibe
mit den besten Grüßen an Dich und Deine
Angehörigen Deine Schwägerin Anni
Abs. Anna Baar bei Knollmayer, Heindelhof
Post Weinsfeld über Roth bei Nürnberg 13a german




Brief Baar Anna 1946 ‎(2/2)‎Brief Baar Anna 1946 ‎(2/2)‎

Hide Details Note: Seite 2 und 3 des Briefs:
Seite 2:
Deli ‎(?)‎, Vater und Elsa und den zwei
kleinen Geschwistern sind wieder
in einer anderen richtung, weis nicht
genau die Entfernung, ein zu-
sammen kommen ist schwierig, weil
sie auch arbeiten müssen, sind in
einer Müle untergebracht.
Und wie geht es dir, liebe Schwägerin,
hast du deinen Mann schon zu Hause?
Den habe ich beim rückzug kennenge-
lernt. Er machte durch Ketzelsdorf
mit Wagen und Pferden, hatt mich
der Schwiegervater ferständigt,
hab ich vielleicht eine Stunde mit ihm
gesprochen. Zwei Tage später kamen
schon die Russen und mit ihnen all
das schreckliche.
Nichtwar, Rosa! Du wirst bös' sein, das
ich nicht schon früher geschrieben hab.
Ich hab Deine Anschrift nicht gewust.
Zum glück bekam ich wenige Tage
befor wir wegmusten den ersten Brief

Seite 3:
vom Robert mit Deiner anschrift.
Er schrieb auch, warum ich dir nicht
schreibe, wir haben uns früher zu
wenig geschrieben, dass ich die Adresse
hätte auswendig gewust und die
Briefe sind in dem rumel verloren
gegangen. Dann dachte ich, lass ichs
bis ich die neue Anschrift hab.
Hätte ja nicht geglaubt, dass es solan-
ge dauern wird. Am 8.10. sind wir
von zu Hause weggemacht, wahren
wir drei Wochen in der Cechei im Lager
bei Schweinefutter. Am 3.11. kahmen
wir in Deutschland ins Lager, da war
es gleich ganz anders und am 25.11.
hierher zum Bauern. Hab schon dem
Robert zwei Briefe geschickt, auf Ant-
wort werde ich wohl lange warten
können. In dem ersten hatt er nicht
viel geschrieb, da hat er noch keine



Death DeathYes
Religion katholisch
Last Change Last Change 5 January 2011 - 13:35:05 - by: Herbert1961
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Immediate Family  (F36)
Robert Baar
1911 -
Private
-


Notes
Birth geschätzt
Residence Heindelhof , den 10.12.1946

Liebe Schwägerin Rosa!

Endlich sind wir in unserer neuen Heimat gelandet und so sende ich dir, deine Schwägerin Anni, die herrlichsten Grüße von hier. Wie du am Absender ersiehst sind wir in Niederbayern in der Nähe von Nürnberg. Hier ist nicht viel los. Fabriken gibt es keine, nur für die Kost beim Bauern arbeiten, das ist die einzige Möglichkeit. Ich selbst arbeite auch hier beim Bauern, Hermine hab ich bei mir. Es ist ein ganz guter Posten. Zu essen gibt es genug und Arbeit auch, nur ist es der Kleinen ein wenig bange, wenn ich aufs Feld muss. Zu Hause hatte sie immer eigene Leute um sich und hier die komische Kleidung, alles geht schwarz, und die Sprache ganz anders wie bei uns und sie ist allein unter den Fremden Leuten. Ich bin aus unserem Dorf nur alleine hier, im Nachbardorf ist meine Schwester. Deli ‎(?)‎, Vater und Elsa und den zwei kleinen Geschwistern sind wieder in einer anderen Richtung, weiß nicht genau die Entfernung, ein Zusammenkommen ist schwierig, weil sie auch arbeiten müssen, sind in einer Mühle untergebracht.
Und wie geht es dir, liebe Schwägerin, hast du deinen Mann schon zu Hause? Den habe ich beim Rückzug kennengelernt. Er machte durch Ketzelsdorf mit Wagen und Pferden, hat mich der Schwiegervater verständigt, hab ich vielleicht eine Stunde mit ihm gesprochen. Zwei Tage später kamen schon die Russen und mit ihnen all das Schreckliche.
Nicht wahr, Rosa! Du wirst bös' sein, dass ich nicht schon früher geschrieben hab'. Ich hab' Anschrift nicht gewusst. Zum Glück bekam ich wenige Tage bevor wir weg mussten den ersten Brief vom Robert mit deiner Anschrift. Er schrieb auch, warum ich dir nicht schreibe, wir haben uns früher zu wenig geschrieben, dass ich die Adresse auswendig gewusst und die Briefe sind in dem Rummel verloren gegangen. Dann dachte ich, lass ich's bis ich die neue Anschrift hab'. Hätte ja nicht geglaubt, so lange dauern wird. Am 8.10. sind wir von zu Hause weggemacht, waren wir drei Wochen in der Cechei im Lager bei Schweinefutter. Am 3.11. kamen wir in Deutschland ins Lager, da war es gleich ganz anders und am 25.11. hierher zum Bauern. Hab schon dem Robert zwei Briefe geschickt, auf Antwort werde ich wohl lange warten können. In dem ersten hat er nicht viel geschrieben, da hat er noch keine Post von mir gehabt, war er ganz verzweifelt. Was hat er dir geschrieben? Schreib mir bitte recht bald Antwort. Ich lebe wie ein Einsiedler, keine Post von niemanden und hier bekommt man kein Schreibzeug, dass unsereiner fest schreiben könnte. Deine Eltern sind schon voriges Jahr im Juni rausgejagt worden, befinden sich bei Herzberg ‎(Sachsen)‎, sind alle beide so halbwegs gesund. Genaue Anschrift weiß ich noch nicht, muss sie erst durch unseren Herrn Pfarrer erkundigen lassen. Somit hätte ich dir das Wichtigste geschrieben, will für heute schließen und verbleibe
mit den besten Grüßen an Dich und Deine Angehörigen Deine Schwägerin Anni

Abs. Anna Baar bei Knollmayer, Heindelhof ‎(13a ?)‎ / Post Weinsfeld über Roth bei Nürnberg / Germany

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Brief Baar Anna 1946 ‎(2/2)‎Brief Baar Anna 1946 ‎(2/2)‎  ‎(M138)‎
Type: Document


Hide Details Note: Seite 2 und 3 des Briefs:
Seite 2:
Deli ‎(?)‎, Vater und Elsa und den zwei
kleinen Geschwistern sind wieder
in einer anderen richtung, weis nicht
genau die Entfernung, ein zu-
sammen kommen ist schwierig, weil
sie auch arbeiten müssen, sind in
einer Müle untergebracht.
Und wie geht es dir, liebe Schwägerin,
hast du deinen Mann schon zu Hause?
Den habe ich beim rückzug kennenge-
lernt. Er machte durch Ketzelsdorf
mit Wagen und Pferden, hatt mich
der Schwiegervater ferständigt,
hab ich vielleicht eine Stunde mit ihm
gesprochen. Zwei Tage später kamen
schon die Russen und mit ihnen all
das schreckliche.
Nichtwar, Rosa! Du wirst bös' sein, das
ich nicht schon früher geschrieben hab.
Ich hab Deine Anschrift nicht gewust.
Zum glück bekam ich wenige Tage
befor wir wegmusten den ersten Brief

Seite 3:
vom Robert mit Deiner anschrift.
Er schrieb auch, warum ich dir nicht
schreibe, wir haben uns früher zu
wenig geschrieben, dass ich die Adresse
hätte auswendig gewust und die
Briefe sind in dem rumel verloren
gegangen. Dann dachte ich, lass ichs
bis ich die neue Anschrift hab.
Hätte ja nicht geglaubt, dass es solan-
ge dauern wird. Am 8.10. sind wir
von zu Hause weggemacht, wahren
wir drei Wochen in der Cechei im Lager
bei Schweinefutter. Am 3.11. kahmen
wir in Deutschland ins Lager, da war
es gleich ganz anders und am 25.11.
hierher zum Bauern. Hab schon dem
Robert zwei Briefe geschickt, auf Ant-
wort werde ich wohl lange warten
können. In dem ersten hatt er nicht
viel geschrieb, da hat er noch keine


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Brief Baar Anna 1946 ‎(1/2)‎Brief Baar Anna 1946 ‎(1/2)‎  ‎(M137)‎
Type: Document


Hide Details Note: Seite 1 und 4 des Briefs:
Seite 1:
Heindelhof, den 10.12.46
Liebe Schwägerin Rosa!
Endlich sind wir in unserer neuen
Heimat gelandet und so sende ich dir,
deine Schwägerin Anni, die herrlichsten
Grüße von hier. Wie du am Absender
ersiehst sind wir in nieder Bayern, in
der Nähe von Nürnberg. Hier ist nicht viel
los. Fabriken gibt es keine, nur für
die Kost beim Bauern arbeiten, das ist
die einzige Möglichkeit. Ich selbst arbeite
auch hier beim Bauern, Hermine hab ich
bei mir. Es ist ein ganz guter Posten. Zu essen
gibt es genug und Arbeit auch, nur ist es
der Kleinen ein wenig bange, wenn ich
aufs Feld muss. Zu Hause hatte sie
immer eigene Leute um sich und hier
die komische Kleidung, alles geht Schwarz,
und die Sprache ganz anders wie bei
uns und sie ist allein unter den Fremden
Leuten. Ich bin aus unserem Dorf nur
alleine hier, im nachbardorf ist meine Schwester

Seite 4:
Post von mir gehabt, war er ganz
verzweifelt. Was hat er dir geschrieben?
Schreib mir bitte rechtbald Antwort.
Ich lebe wie ein Einsiedler, keine
Post von niemanden und hier bekommt
man kein schreibzeug, dass unser-
einer fest schreiben könnte. Deine Eltern
sind schon voriges Jahr im Juni
rausgejagt worden, befinden sich
bei Herzberg ‎(Sachsen)‎, sind alle beide so
halbwegs gesund. Genaue Anschrift
weis ich noch nicht, muss sie erst
durch unseren Herrn Pfarrer erkun-
digen lassen. Somit hätte ich dir
das wichtigste geschrieben, will für
heute schließen und verbleibe
mit den besten Grüßen an Dich und Deine
Angehörigen Deine Schwägerin Anni
Abs. Anna Baar bei Knollmayer, Heindelhof
Post Weinsfeld über Roth bei Nürnberg 13a german

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Close Relatives
Family with Robert Baar
Husband
Robert Baar ‎(I85)‎
Birth 9 August 1911 33 28
Death Yes
-19 months

 
Anna ‎(unknown)‎ ‎(I86)‎
Birth about 1910
Death Yes

Marriage: 27 January 1940 -- Ketzelsdorf, Zwittau, Schönhengstgau, Tschechien
#1
Daughter